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Smoothie Guide: Die Kunst und Wissenschaft des Supersmoothies

Wie du einen Smoothie baust, der eine vollständige Mahlzeit ist: nährstoffdicht, sättigend und gut verträglich.

Ein Smoothie kann eine schnelle Zuckerbombe sein oder eine der nährstoffreichsten Mahlzeiten deines Tages. Hier zeige ich dir meinen Baukasten: welche Zutaten ich nehme und warum, mein Lieblingsrezept Schritt für Schritt und dazu meinen Mahlzeiten-Baukasten und meine persönliche Lebensmittelpyramide.

Von Tim Böttner, Bewegungswissenschaftler · zuletzt aktualisiert im Oktober 2026

Bevor wir starten

Ein Smoothie als vollständige Mahlzeit

Mein Supersmoothie ist kein Getränk nebenbei. Er ist eine vollständige und stattliche Mahlzeit. Ich esse meist nur zwei Mahlzeiten am Tag, und der Smoothie trägt mich bis zum Abendessen.

Damit das funktioniert, kommt mehr hinein als Obst und Wasser: grünes Blattgemüse, buntes Gemüse, Kräuter und Sprossen, ein gutes Fett, genug Protein und Ballaststoffe. Früchte nehme ich sparsam, am liebsten Beeren.

Die Zutaten unten sind ein Baukasten, kein festes Rezept. Nimm, was du verträgst und was du zu Hause hast, und passe die Mengen an dich an.

Dicker violetter Beeren-Smoothie mit Heidelbeeren und einem Minzblatt
Dick, kalt und violett: so mag ich meinen Smoothie.

Auf einen Blick

  • Basis: grünes Blattgemüse, buntes Gemüse, Kräuter und Sprossen
  • Früchte sparsam, am liebsten Beeren mit wenig Fruchtzucker
  • Ein gutes Fett, damit fettlösliche Vitamine aufgenommen werden und der Smoothie sättigt
  • 20 bis 50 g Proteinpulver, wenn er eine Mahlzeit ersetzt
  • Ein bis zwei Esslöffel Lein- oder Chiasamen für Ballaststoffe
  • So wenig Wasser wie möglich, gefrorene Beeren zum Schluss
  • Extras nach Lust: Eigelb, Leber, Lecithin, Zimt, Kakao, Algen, Heilpilze
  • Süßen nur mit Stevia
  • Löffeln und kauen statt schnell trinken

Das Genannte mache ich persönlich so. Es ist kein medizinischer Rat, sondern Inspiration. Hör auf deinen Körper und finde heraus, was dir guttut.

1 · Die Basis

Die Bausteine des Supersmoothies

Neun Bausteine, aus denen ich fast jeden Smoothie zusammensetze. Von oben nach unten ist das ungefähr auch die Reihenfolge, in der sie in den Mixer kommen.

1

Grünes Blattgemüse

Spinat, Feldsalat, Mangold, Kohl. Bitteres wie Chicorée und Radicchio kurbelt die Leber an.

2

Buntes Gemüse

Möhren, Sellerie, Gurke, Tomaten. Der Regenbogen sorgt für ein breites Nährstoffspektrum.

Mein Geheimtipp ist vakuumierte Rote Bete: Sie gibt eine großartige Konsistenz und ist gut verdaulich.

3

Früchte

Ich bevorzuge Beeren, weil sie wenig Fruchtzucker haben. Obst, das innen bunt ist (zum Beispiel Heidelbeeren), ist in der Regel nährstoffreicher als weißes Obst wie Apfel oder Banane.

Wenn du ganz auf Kohlenhydrate verzichten willst, lass die Früchte weg und süße mit etwas Stevia, falls dein Proteinpulver ungesüßt ist.

4

(Wild-)Kräuter und Sprossen

Petersilie, Minze, Koriander, Basilikum oder Jiaogulan sind Nährstoffbomben. Je nach Saison sammle ich Brennnessel, Löwenzahn oder Breitwegerich in der Natur.

Sprossen sind einfach zu ziehen. Ich nehme oft Brokkolisprossen, weil sie sehr gut für die Entgiftung sind.

5

Fett

Etwas Fett hilft, die fettlöslichen Vitamine aufzunehmen, verbessert die Konsistenz und macht satt. Die Menge richtet sich nach deinen Zielen.

  • Kokos- oder MCT-Öl für die Energieproduktion
  • Lein-, Fisch- und Algenöl wirken stark entzündungshemmend
  • Olivenöl liefert wertvolle Omega-9-Fettsäuren
  • Avocado oder Nüsse bringen zusätzlich Makro- und Mikronährstoffe, Avocado auch eine tolle Konsistenz
6

(Wenig) Wasser

Für einen dicken Smoothie nimm so wenig Wasser wie möglich. Ich gebe es erst während des Mixens nach und nach dazu. So bleibt es bei der kleinsten nötigen Menge.

Pflanzenmilch geht auch. Ich finde aber, das sind nährwertlose Kalorien und Ressourcen.

7

Proteinpulver

Wenn der Smoothie eine Mahlzeit ersetzt, gehören 20 bis 50 g Proteinpulver hinein. Ich wechsle zwischen Kollagen, Ziegencasein, Molkenprotein und veganem Protein.

  • Kollagen macht cremig, wirkt entzündungshemmend und aktiviert mTOR nur wenig. In meiner Erfahrung stört es den Stoffwechsel weniger als Molkenprotein, du fastest metabolisch also „mehr“.
  • Ziegencasein macht den Smoothie super dick und cremig.
  • Molkenprotein verdünnt ihn stark.
  • Veganes Protein wird leicht mehlig.
8

Ballaststoffe

Ein bis zwei Esslöffel Lein- oder Chiasamen machen satt, füttern deine Darmbakterien und verlangsamen den Blutzuckeranstieg.

Akazienfasern sind eine Alternative, die die meisten Menschen gut vertragen.

9

Gefrorene Beeren

Sie machen den Smoothie kalt und geben ihm eine Slush-Eis-Konsistenz. Das finde ich großartig.

Beachte: Kalte Getränke belasten deine Verdauung, vor allem Magen und Leber. Gib die gefrorenen Beeren deshalb erst zum Schluss dazu, wenn alles andere gemixt ist.

Was es mit mTOR auf sich hat, erkläre ich in diesem Video.

2 · Die Extras

Was den Smoothie zum Supersmoothie macht

Diese Zutaten sind kein Muss. Aber sie machen aus einem guten Smoothie eine echte Nährstoffbombe. Den Zusätzen sind kaum Grenzen gesetzt.

Rohes Eigelb

Eigelb ist reich an hochwertigem Protein, Vitaminen und Mineralstoffen und enthält eine Fülle an Phospholipiden. Das sind natürliche Moleküle in deinen Zellmembranen, wichtig für Struktur und Funktion der Zellen und besonders wertvoll für dein Gehirn.

Dazu kommen die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K, und gleich das Fett, das sie für die Aufnahme brauchen. Nimm frische, hochwertige Eier, am besten von glücklichen Hühnern, ohne Antibiotika und Hormone.

(Gefrorene) Leber

Klingt erst einmal ungewöhnlich, hat aber Vorteile. Rinderleber ist eine wahre Nährstoffbombe, ein natürliches „Multivitamin“: reich an Vitamin A, B12, K, Folsäure und Biotin, dazu Eisen, Zink, Kupfer und Selen.

Organfleisch liefert essenzielle Nährstoffe, die in anderen Lebensmitteln oft nur in geringen Mengen vorkommen. Geschmack und Textur verändern sich etwas. Experimentiere mit Zutaten und Aromen, bis es dir schmeckt.

Phospholipide aus Lecithin

Ich nehme Soja- oder Sonnenblumenlecithin als Phospholipidquelle. Als Emulgator gibt es eine großartige Konsistenz, und das enthaltene Cholin ist wertvoll für Leber und Gehirn. Phospholipide sind wichtig für deine Zellwände.

Süßen mit Stevia

Wenn du den Smoothie süßer möchtest, nimm Stevia. Es schmeckt leicht bitter, was ich spitze finde. Du brauchst nur sehr wenig.

All-in-One: Greens-Pulver

Wenn nicht viel im Kühlschrank ist, greife ich gern zu einem Greens-Pulver, einer Mischung aus Gemüse, Kräutern und Adaptogenen.

Gewürze, Algen und Heilpilze

  • Ceylon-Zimt hilft, den Blutzucker zu regulieren, und wirkt entzündungshemmend. Ich nehme immer etwas.
  • Kakao wirkt anregend und ist gut für deine Gefäße.
  • Spirulina liefert wertvolle Pflanzenstoffe und Protein.
  • Moringa ist eine gute Quelle für Sulforaphan.
  • Maca ist ein kraftvoller Testosteronbooster aus den Anden.
  • Heilpilze wie Cordyceps, Hericium oder Reishi und andere Adaptogene.
Wichtig: Rohes Eigelb ist in der Schwangerschaft, für kleine Kinder und bei geschwächtem Immunsystem nicht geeignet, und Leber enthält sehr viel Vitamin A, in der Schwangerschaft also nur nach Rücksprache. Nimmst du Medikamente oder hast du Vorerkrankungen, kläre Heilpilze, Algen und Co. vorher ärztlich ab.
3 · Mein Lieblingsrezept

Mein Supersmoothie, Schritt für Schritt

Eins meiner Lieblingsrezepte. Das ist eine vollständige, stattliche Mahlzeit für eine Person. Passe die Mengen an dich an.

  1. Erste Runde: das Gemüse

    • ½ Gurke
    • 3 Stangen Sellerie
    • ½ Packung vakuumierte Rote Bete
    • 1 Tasse Brokkolisprossen

    Zuerst mixen. In der Regel reicht die Flüssigkeit aus dem Gemüse, ohne dass du Wasser dazugeben musst.

  2. Zweite Runde: Protein, Fett und Extras

    • ½ Möhre
    • 20 g Kollagen
    • 20 g Molkenprotein
    • 5 g Kreatin
    • etwas Stevia
    • 5 g Sonnenblumenlecithin
    • 5 g Leinöl, 5 g Olivenöl, 10 g Fischöl
    • 1 Avocado
    • 1 TL Zimt
    • 5 g Wildkräuterpulver oder ein anderes grünes Pulver
    • 1 Prise Salz

    Auf höchster Stufe mixen.

  3. Dritte Runde: das Gefrorene

    • ½ Packung gefrorene Heidelbeeren
    • 1 Tasse gefrorene Mango

    Zum Schluss dazugeben und kurz mixen.

  4. In die Schüssel, löffeln und kauen

    Der Smoothie ist superdick. Ich gebe ihn in eine Schüssel, löffle und kaue. Obendrauf streue ich Kakaonibs, ein paar Beeren und Walnüsse, damit ich etwas zum Kauen habe.

    Vor dem Essen trinke ich einen Esslöffel Apfelessig mit warmem Wasser, um die Verdauung anzukurbeln.

Warum ich das so mache

  • Gurke und Sellerie wirken auf mich reinigend, kühlend und klärend.
  • Rote Bete ist gut für meine Gefäße: Betain fördert die Stickoxidproduktion.
  • Brokkolisprossen liefern Sulforaphan, das meine Entgiftung unterstützt und Entzündungen reduziert.
  • Kollagen liefert Strukturaminosäuren und Glycin. Manchmal gebe ich extra Glycin dazu, weil es stark entzündungshemmend ist.
  • Molkenprotein nehme ich nur, wenn ich vorher aktiv war. Sonst wirkt es bei mir potenziell leicht entzündungsfördernd.
  • Kreatin ist essenziell für die Energieproduktion in allen Zellen.
  • Lecithin liefert Cholin fürs Gehirn und Phospholipide für meine Zellwände.
  • Fisch- und Leinöl sind stark entzündungshemmend. Kokos- oder MCT-Öl nehme ich nicht, weil ich gesättigte Fette nicht gut vertrage. Das kann bei dir anders sein, ich neige konstitutionell zu Entzündungen.
  • Olivenöl liefert Polyphenole, Avocado einfach ungesättigte Fettsäuren.
  • Zimt und Leinsamen regulieren meinen Blutzucker, das grüne Pulver bringt weitere Pflanzenstoffe.
  • Heidelbeeren und Mango machen den Smoothie zur Bowl und tun mir sehr gut.
4 · Zum Nachschlagen

Die Zutaten im Einzelnen

Woher die Zutaten kommen, wofür sie traditionell genutzt wurden, was die Forschung andeutet und wie sie sich im Smoothie verhalten. Klick auf eine Zutat, um sie aufzuklappen.

SteviaSüßen

Stevia wird aus den Blättern der Stevia-Pflanze gewonnen, die ursprünglich aus Südamerika stammt. Die indigenen Völker in Paraguay und Brasilien nutzten sie traditionell zum Süßen. Stevia hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und praktisch keine Kalorien, eine beliebte Alternative zu Zucker und synthetischen Süßstoffen.

Interessant: Stevia ist bis zu 300-mal süßer als Zucker. Du brauchst also nur kleine Mengen.

PhospholipideZellen und Gehirn

Phospholipide sind natürliche Moleküle in den Zellmembranen aller Lebewesen und wichtig für deren Struktur und Funktion. Im Gehirn unterstützen sie die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen. Studien zeigen, dass sie eine Rolle für die kognitiven Funktionen spielen können.

Interessant: Phospholipide haben einen wasserliebenden Kopf und einen wasserabweisenden Schwanz. Dadurch stabilisieren sie die Zellmembranen.

ZimtBlutzucker

Zimt wird aus der Rinde des Zimtbaums gewonnen und hat eine lange Geschichte als Gewürz und Heilmittel, traditionell auch zur Regulierung des Blutzuckers. Studien zeigen, dass Zimt bioaktive Verbindungen enthält, die die Insulinempfindlichkeit erhöhen und die Aufnahme von Glukose in die Zellen fördern können.

Interessant: Seinen typischen Duft und Geschmack verdankt Zimt dem Zimtaldehyd.

KakaoGefäße

Kakao wird aus den Samen der Kakaopflanze gewonnen. Er ist reich an Antioxidantien, vor allem Flavanolen, die vor oxidativem Stress schützen können. Untersuchungen deuten darauf hin, dass regelmäßiger Kakao gut für Herz und Gefäße sein kann. Das enthaltene Theobromin wirkt mild anregend.

Interessant: Die Azteken verehrten Kakao als „Speise der Götter“.

SpirulinaAlge

Spirulina ist eine blaugrüne Mikroalge aus Süßwasserseen und wird seit Jahrhunderten in verschiedenen Kulturen genutzt. Sie ist reich an Chlorophyll, enthält viele Nährstoffe und wirkt antioxidativ.

Interessant: Die NASA hat Spirulina als mögliche Nahrung für Astronauten betrachtet, wegen ihrer hohen Nährstoffdichte bei geringer Masse.

ChlorellaAlge

Chlorella ist eine einzellige grüne Mikroalge, geschätzt für ihren hohen Gehalt an Chlorophyll und anderen Nährstoffen. Sie kann helfen, Schwermetalle und andere Giftstoffe im Körper zu binden und auszuscheiden. Untersuchungen deuten auf positive Effekte auf die Entgiftungsfunktion der Leber hin.

Interessant: Chlorella hat einen hohen Proteinanteil und wird manchmal „Superfood“ genannt.

MoringaPflanzenstoffe

Moringa ist ein Baum aus tropischen und subtropischen Regionen, dessen Teile traditionell für die Gesundheit genutzt werden. Er enthält Sulforaphan, das antioxidativ und entzündungshemmend wirkt. Studien deuten auf positive Effekte auf Blutzucker, Cholesterin und Herzgesundheit hin.

Interessant: Moringa-Blätter enthalten mehr Vitamin C als Orangen und mehr Kalzium als Milch.

MacaWurzel

Maca ist eine Wurzelknolle aus den Anden und wird seit Jahrhunderten als Nahrungs- und Heilmittel genutzt, traditionell für Libido und sexuelle Funktion. Untersuchungen deuten auf eine gewisse positive Wirkung auf die sexuelle Gesundheit hin, weitere Forschung ist nötig.

Interessant: Maca gibt es gelb, rot und schwarz, mit jeweils leicht unterschiedlichen Eigenschaften.

CordycepsHeilpilz

Cordyceps wächst im Hochgebirge Tibets und in anderen Regionen Asiens und wird traditionell für Libido und Leistungsfähigkeit genutzt. Studien zeigen, dass er bioaktive Verbindungen enthält, die den Sauerstofftransport im Körper verbessern und die Energieproduktion fördern können. Das kann zu mehr Ausdauer und Leistung beitragen.

Interessant: In der traditionellen tibetischen Medizin gilt Cordyceps als „König der Pilze“.

Hericium (Igelstachelbart)Heilpilz

Hericium kommt in vielen Teilen der Welt vor und wird traditionell für Gehirn und Nervensystem geschätzt. Er enthält bioaktive Verbindungen, die Wachstum und Regeneration von Nervenzellen fördern können. Untersuchungen deuten auf positive Effekte auf die kognitive Funktion hin, möglicherweise auch bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson.

Interessant: Seine Form erinnert an Stacheln oder Haare, daher der Name „Igelstachelbart“.

ReishiHeilpilz

Reishi wird seit Langem in der traditionellen chinesischen Medizin genutzt und auch „Pilz der Unsterblichkeit“ genannt. Studien deuten auf entzündungshemmende, immunmodulierende und antioxidative Eigenschaften hin. Reishi kann außerdem helfen, Stress zu reduzieren und die Schlafqualität zu verbessern.

Interessant: Reishi hat einen runden, glatten, oft rotbraunen Hut und fällt dadurch sofort auf.

KollagenproteinProtein

Kollagen wird aus tierischem Bindegewebe gewonnen, vor allem aus Haut, Knochen und Sehnen von Rindern, Schweinen oder Fischen, und traditionell für Haut und Gelenke geschätzt. Untersuchungen zeigen, dass es Elastizität und Feuchtigkeit der Haut verbessern und Knochen und Gelenke unterstützen kann.

Im Smoothie: leicht gelartige Textur, kaum Eigengeschmack.

MolkenproteinProtein

Molkenprotein wird aus der Flüssigkeit gewonnen, die bei der Käseherstellung entsteht. Es ist schnell verdaulich und liefert alle essenziellen Aminosäuren.

Im Smoothie: glatte Textur, leicht cremiger Geschmack, verdünnt aber stark.

GlycinAminosäure

Glycin ist eine nicht-essenzielle Aminosäure, die in vielen Proteinquellen vorkommt und auch einzeln erhältlich ist. Traditionell wird es für guten Schlaf und Entspannung eingesetzt. Untersuchungen deuten darauf hin, dass Glycin beruhigend wirken und die Schlafqualität verbessern kann.

Im Smoothie: In den üblichen kleinen Mengen merkst du es weder an Textur noch Geschmack.

ZiegencaseinProtein

Ziegencasein wird aus Ziegenmilch gewonnen und traditionell für Verdauung und Immunsystem geschätzt. Untersuchungen zeigen, dass es leichter verdaulich sein kann als Kuhmilchcasein und seltener allergische Reaktionen auslöst.

Im Smoothie: cremige, dicke Textur, mild und leicht säuerlich.

ChiasamenBallaststoffe

Chiasamen stammen von Salvia hispanica aus Mittel- und Südamerika und waren schon bei Azteken und Maya geschätzt, für Energie, Ausdauer und Verdauung. Sie sind reich an Ballaststoffen, Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien und können helfen, den Cholesterinspiegel zu senken und die Verdauung zu unterstützen.

Im Smoothie: gelartige Textur, leicht nussig.

LeinsamenBallaststoffe

Leinsamen werden seit Langem als Nahrungs- und Heilmittel genutzt, vor allem für eine gesunde Darmfunktion. Sie sind reich an Ballaststoffen, Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien und können entzündungshemmend wirken.

Im Smoothie: leicht körnige Textur, mild nussig.

AkazienfasernBallaststoffe

Akazienfasern werden aus dem Akazienbaum gewonnen und als Ballaststoff ergänzt. Sie sind eine lösliche Ballaststoffquelle, die das Wachstum gesunder Darmbakterien fördern kann.

Im Smoothie: lösen sich gut auf, machen leicht cremig, ohne den Geschmack nennenswert zu verändern.

OlivenölFett

Olivenöl ist ein wesentlicher Teil der mediterranen Küche und wird traditionell für Herz, Kreislauf und Haut geschätzt. Es ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien und wirkt entzündungshemmend.

Im Smoothie: cremige Textur, mild und fruchtig.

AvocadoölFett

Avocadoöl wird aus dem Fruchtfleisch der Avocado gewonnen und traditionell für Cholesterinspiegel und Haut geschätzt. Es ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und wirkt entzündungshemmend und antioxidativ.

Im Smoothie: cremige Textur, mild und buttrig.

LeinölFett

Leinöl wird aus Leinsamen gepresst und wegen seines hohen Gehalts an Omega-3-Fettsäuren geschätzt, traditionell gegen Entzündungen und für Haut und Haare. Es kann Herzgesundheit unterstützen und bei entzündlichen Erkrankungen helfen. Kauf es frisch aus dem Kühlregal.

Im Smoothie: leicht ölige Textur, nussiger Geschmack.

Fisch- oder AlgenölFett

Fischöl stammt aus fetten Fischarten, Algenöl aus Algen. Beide sind reich an den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, wirken entzündungshemmend und werden für Herz, Kreislauf und Gehirn geschätzt.

Im Smoothie: ölige Textur und je nach Qualität ein leicht fischiger Geschmack.

5 · Was ich nutze

Mixer und Zutaten, die ich verwende

Beim Mixer nicht sparen

Meiner Erfahrung nach solltest du beim Mixer nicht sparen. „Meiner Erfahrung nach“, weil ich es oft getan habe: Etwa fünf Mixer haben den Kampf gegen mich verloren, darunter Geräte von WMF, Braun und Philips. Sogar gegen den Thermomix habe ich gewonnen, mit dem ich eigentlich sehr zufrieden bin.

Ich empfehle trotzdem den Thermomix oder einen Vitamix. Falls einer von beiden doch mal verliert, gibt es mehrere Jahre Garantie. Für kleinere Smoothies ist der NutriBullet eine sehr gute Alternative.

Was sonst noch hilft

  • Brokkolisprossen selbst ziehen: Sprossengläser und Brokkoli-Saatgut
  • Leinöl frisch aus dem Kühlregal
  • Stevia als einziges Süßungsmittel
  • Olivenöl in guter Qualität, kaltgepresst
Kollagengroßartig für Bindegewebe, Haut, Haare und NägeledubilyCode thinkflowgrow5
MolkenproteinWhey-Isolat aus WeidemilchedubilyCode thinkflowgrow5
Veganes Proteinwenn du auf Tierisches verzichten willstedubilyCode thinkflowgrow5
Ziegencaseinmacht den Smoothie dick und cremigLykaiaCode thinkflowgrow10
Kreatin5 g in meinem RezeptedubilyCode thinkflowgrow5
Glycinals Extra, stark entzündungshemmendedubilyCode thinkflowgrow5
MCT- oder C8-ÖlC8 ist ein Bestandteil von MCT und gibt noch schneller EnergieMCT, C8 (Flowgrade)
Fisch- oder AlgenölOmega-3, stark entzündungshemmendFischöl, Algenöl (Norsan)Code thinkflowgrow
SonnenblumenlecithinPhospholipide und CholinAmazon
Grünes PulverWildkräuter Pur, wenn nicht viel im Kühlschrank istLebenskraft Pur
Probiotikafür deine DarmbakterieneverydaysCode thinkflowgrow10
Verdauungsenzymezur Unterstützung der VerdauungeverydaysCode thinkflowgrow10
HeilpilzeFocus- und Immun-ExtrakteSmaintsCode TIM10

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6 · Über den Smoothie hinaus

Der Mahlzeiten-Baukasten

Kombiniere die vier Kategorien für ausgewogene, gesunde und einfache Mahlzeiten. Das ist eine Richtlinie: Hör auf deinen Körper und passe Portionsgröße und Auswahl an deine Bedürfnisse und Ziele an.

Baustein 1

Protein

  • Fleisch: Rind, Huhn, Wild
  • Fisch: Lachs, Makrele, Hering
  • Eier
  • Proteinpulver: Whey, Hanf, Erbse
  • Milchprodukte: Quark, Joghurt, Feta
Baustein 2

Gemüse

  • Rot: Rote Bete, Tomaten, Paprika
  • Orange: Süßkartoffel, Kürbis, Karotte
  • Weiß: Rettich, Blumenkohl, Pilze
  • Grün: Salat, Brokkoli, Grünkohl
  • Lila: lila Karotte, Aubergine
Baustein 3

Fett

  • Öl: Olivenöl, Walnussöl, Kokosöl
  • Fett: Butter, Sahne, Kokosfett
  • Nüsse: Mandel, Walnuss, Paranuss
  • Samen: Leinsamen, Chiasamen, Sesam
  • Extras: dunkle Schokolade, Pesto
Baustein 4

Kohlenhydrate

  • Wurzeln: Süßkartoffel, Maniok, Möhre
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen, Erbsen
  • Reis
  • Obst: Beeren, Apfel, Banane
  • Pseudogetreide und Hafer: Haferflocken, Amaranth, Quinoa
7 · Meine Lebensmittelpyramide

Was bei mir viel, wenig und kaum auf den Teller kommt

Diese Pyramide habe ich für mich herausgefunden. Dein Job ist es, dein eigener Experte zu werden: Was funktioniert für dich? Teste sie und finde daraus deine eigenen Regeln.

  1. Basis: Gemüse

    Buntes Obst und Gemüse, dunkles Blattgemüse, schwefelhaltige Gemüse.

  2. Protein

    Fleisch, Fisch, Eier und Co. aus dem Mahlzeiten-Baukasten.

  3. Fermente, Algen und Stärke

    Fermentiertes und Algen, dazu glutenfreie Getreide und stärkehaltige Gemüse.

  4. Nüsse und Samen

    In kleineren Mengen.

  5. Spitze: gesunde Fette

    Gute Öle wie Olivenöl, sparsam dosiert.

Die Uhren in meiner Pyramide stehen für die Essenspause: 12 bis 16 Stunden als Basis, 16 bis 24 Stunden ab und zu.

Tims Lebensmittelpyramide: unten Gemüse und Blattgemüse, darüber Protein, Fermente und Stärke, Nüsse und Samen, oben Öle; daneben Kästen für 1- bis 3-mal pro Woche und Minimieren
Meine Lebensmittelpyramide: links, was ich gezielt einbaue, rechts, was ich minimiere.
mindestens 1- bis 3-mal pro Woche

Gezielt einbauen

  • Organfleisch
  • Fetter Fisch
1- bis 3-mal pro Woche

In Maßen

  • Schafs- und Ziegenmilch
  • Hülsenfrüchte
so selten wie möglich

Minimieren

  • Raffinierter Zucker
  • Glutenhaltige Getreide
  • Ultraverarbeitete Lebensmittel
  • Transfette und Öle mit hohem Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis
  • Konventionelle Milchprodukte

Wie du deine Verdauung unterstützt, damit all das auch ankommt, liest du im Verdauungsguide. Und wie der Smoothie in einen guten Start in den Tag passt, in meinem Guide zur Morgenroutine.

Zum Hören

Der Supersmoothie als Podcast

In dieser Folge gehe ich den ganzen Baukasten durch. Dazu Folgen über Verdauung, Milchprotein und die Morgenroutine.

Der Baukasten für gesunde, nährstoffreiche Smoothies: der Supersmoothie-Guide

#158 · die Folge zu diesem Guide · August 2023 · 59 Min.

Der Verdauungsguide: praktische Schritte zur normalen Verdauung

#121 · Februar 2023 · 57 Min.

Macht's die Milch wirklich? Der Milchguide für A1, A2, Molke und Casein, mit Jana Baltscheit

#109 · November 2022 · 63 Min.

Warum eine Morgenroutine wirklich zählt, plus zwei weitere transformative Praktiken

#225 · April 2025 · 45 Min.

Alle Folgen auch auf Spotify und Apple Podcasts.

Zum Abhaken

Dein Supersmoothie-Check

Geh die Liste durch, wenn du deinen nächsten Smoothie baust. Nicht alles muss jedes Mal drin sein.

Die Basis

jedes Mal

Satt und stabil

als Mahlzeit

Extras und Genuss

nach Lust
Häufige Fragen

Fragen zum Supersmoothie

Kann ein Smoothie eine Mahlzeit ersetzen?

Ja, wenn er genug Protein, Fett und Ballaststoffe enthält. Ich gebe 20 bis 50 g Proteinpulver, ein gutes Fett wie Avocado oder Öl und ein bis zwei Esslöffel Lein- oder Chiasamen dazu. So trägt mich mein Smoothie bis zum Abendessen.

Welches Proteinpulver eignet sich für Smoothies?

Ich wechsle zwischen Kollagen, Ziegencasein, Molkenprotein und veganem Protein. Kollagen macht cremig und wirkt entzündungshemmend, Ziegencasein macht den Smoothie super dick. Molkenprotein verdünnt stark und nehme ich nur, wenn ich vorher aktiv war. Veganes Protein wird leicht mehlig.

Womit süße ich meinen Smoothie?

Am liebsten gar nicht oder mit Beeren. Wenn er süßer sein soll, nehme ich Stevia. Es hat keinen Einfluss auf den Blutzucker, ist bis zu 300-mal süßer als Zucker und schmeckt leicht bitter, was ich mag.

Wie wird mein Smoothie schön dick?

Nimm so wenig Wasser wie möglich und gib es erst während des Mixens nach und nach dazu. Avocado, Ziegencasein, Kollagen und vakuumierte Rote Bete machen cremig, gefrorene Beeren am Ende geben eine Slush-Konsistenz.

Sind kalte Smoothies schlecht für die Verdauung?

Kalte Getränke belasten die Verdauung, vor allem Magen und Leber. Deshalb gebe ich die gefrorenen Beeren erst zum Schluss dazu, löffle den Smoothie langsam aus der Schüssel und kaue. Vorher trinke ich einen Esslöffel Apfelessig in warmem Wasser.

Welcher Mixer ist der richtige?

Spar nicht am Mixer. Bei mir haben etwa fünf Geräte den Kampf verloren. Ich empfehle einen Thermomix oder Vitamix, beide mit mehreren Jahren Garantie. Für kleinere Smoothies ist ein NutriBullet eine gute Alternative.

Der Puls der Woche

Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.

Jeden Sonntag ein Impuls, der dir hilft, deinen Körper wieder als lebendiges Erinnerungsfeld wahrzunehmen.

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