Guide · Immunsystem

Mein Immunprotokoll bei akuten Infekten

Was ich tue, wenn sich eine Erkältung, Grippe oder ein anderer Virusinfekt ankündigt.

Infekte erwischen uns oft dann, wenn wir sie am wenigsten brauchen. Hier teile ich meine persönliche Toolbox: vom Nervensystem über Atmung, Lymphe und Ernährung bis zu den Naturstoffen, die ich immer zu Hause habe. Einfache Maßnahmen, die du sofort umsetzen kannst.

Von Tim Böttner, Bewegungswissenschaftler · zuletzt aktualisiert im Oktober 2026

Bevor wir starten

Heilung passiert im Ruhemodus

Bei den ersten Anzeichen eines Infekts starte ich mit diesem Protokoll für drei bis fünf Tage. Die Liste ist nicht erschöpfend, aber das sind meine wichtigsten Punkte.

Ich bitte dich um eins: Weiter unten findest du Nahrungsergänzungsmittel, die sehr hilfreich sind. Ruh dich aber bitte nicht darauf aus, sondern ergreife zuerst die Lebensstil-Maßnahmen. Eine Pille bringt dir wenig, wenn du nicht „die Arbeit“ an deinem Körper machst. Ich betone das, weil ich es leider immer wieder beobachte.

Es gilt aber auch: Wenn du die Lebensstil-Maßnahmen ergreifst und die richtigen Naturstoffe ergänzt, entstehen wahre Wunder.

Und es geht nicht um Perfektion. Jede einzelne Maßnahme ist schon ein wertvoller Schritt.

Auf einen Blick

  • Nervensystem in den Ruhemodus bringen: lang ausatmen, Stress raus, viel schlafen
  • Thymus klopfen und den Brustkorb sanft bewegen
  • Lymphe in Fluss bringen: reiben, klopfen, spazieren
  • Den Vagusnerv stimulieren: summen, singen, sanft klopfen
  • Fieber als Verbündeten sehen, nicht als Feind
  • Leicht und entzündungsarm essen, nur bei Hunger
  • Frische Luft, Tageslicht, Erdung
  • Bei Atemwegsinfekten: Salzwasser, Gurgeln, Ölziehen
  • Gezielte Naturstoffe für drei bis sieben Tage

Das Genannte tue ich persönlich. Es ist kein medizinischer oder therapeutischer Rat, sondern Inspiration. Recherchiere selbst, hör auf deinen Körper und halte bei Bedarf Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

1 · Nervensystem

Ruhe- und Entspannungsmodus aktivieren

Heilung passiert, wenn der parasympathische Teil deines Nervensystems aktiv ist. Das bedeutet Ruhe und Entspannung. Damit ist eigentlich schon viel gesagt: Ergreife alle Maßnahmen, die Entspannung fördern und Stress reduzieren.

Parasympathisch atmen

Atme länger aus als ein, zum Beispiel in einer 4-7-8-Atmung (4 Sekunden ein, 7 halten, 8 aus) oder einer 4-8-Atmung (4 Sekunden ein, 8 aus). Die exakten Zahlen sind nicht so wichtig. Hauptsache, die Ausatmung ist im Vergleich zur Einatmung verlängert. Es kann also auch eine 2-4- oder 3-6-Atmung sein.

Bei dieser „fokussierten Ausatmung“ atmest du tief in den Bauch und, falls möglich, durch die Nase. Mach das mindestens drei Minuten lang. Im Idealfall erinnerst du dich mehrmals täglich daran. Du kannst die Atmung auch an Bewegung koppeln, zum Beispiel an eine Bewegungsroutine mit ruhiger, tiefer Atmung.

Grafik zur beruhigenden Atmung: durch die Nase in den Bauch 3 bis 4 Sekunden einatmen, 6 bis 8 Sekunden ausatmen
Ein durch die Nase in den Bauch, deutlich länger aus.

Stressoren minimieren

Damit das sympathische Nervensystem nicht dominiert. Schau, was dich gerade stresst: Stressoren können mental, emotional, sozial und körperlich sein. Sag radikal und liebevoll „Nein“.

Grafik Energiefresser und Energiespender: Stressoren minimieren, Energiespender maximieren

Tiefenentspannung

Entspannung ist eine Fähigkeit, die du lernen kannst. Vielleicht kennst du Yoga Nidra oder NSDR (Non-Sleep Deep Rest). Es geht darum, deinen Körper in einen tiefen Zustand von Heilung und Entspannung zu bringen. Wann konntest du dich das letzte Mal so richtig tief entspannen?

Wenn du es ein paar Mal mit Anleitung geübt hast, gleitest du relativ leicht selbst in diesen Zustand. Das ist kein besonderer Zustand, sondern eigentlich dein Grundtonus.

Früh ins Bett, lange schlafen

Da der Schlaf bei einem Infekt beeinträchtigt sein kann, kann es sinnvoll sein, mit Kräutern wie Ashwagandha oder Kamille oder mit Melatonin oder CBD zu unterstützen.

Vertrauen und Dankbarkeit

Dein Körper geht aus dem Infekt mit neuer Immunkompetenz hervor. Und es gibt garantiert etwas, das dich die Krankheit lehrt. Vielleicht erlaubt sie dir, einmal nicht deiner Arbeit oder anderen Verpflichtungen nachgehen zu müssen.

Deine Gedanken prägen, wie dein Nervensystem auf die Erfahrung reagiert. Dankbarkeit und Vertrauen unterstützen die Heilung. Wenn du dich über die Krankheit stresst oder ärgerst, verlängerst und verstärkst du sie eher. „Wird schon!“

2 · Brustkorb

Thymus klopfen und bewegen

Klopfe mit den Fingern etwa 4 bis 5 Zentimeter oberhalb des Brustbeins. Klopfe intensiv für etwa 30 Sekunden, einige Male täglich. Das fördert die Funktion des Immunsystems.

Auch das Dehnen der Drüse, also des Brustkorbs, regt die Freisetzung von Immunzellen an. Mobilisiere deshalb deine Brustwirbelsäule. Natürlich nicht „mit der Brechstange“, wenn du krank bist. Aber sanftes Rollen, Drehen und Reichen ist Gold wert.

Lage der Thymusdrüse hinter dem oberen Brustbein und das Lymphsystem im Oberkörper
Die Thymusdrüse liegt hinter dem oberen Brustbein.
3 · Fluss

Das Lymphsystem fördern

Das Lymphsystem ist die Kläranlage deines Körpers. Es braucht Bewegung und Fluss.

Eine Aufgabe des Lymphsystems: Es scannt den Körper nach Viren, markiert sie und macht sie unschädlich. Danach hilft es, die Endprodukte dieses Kampfes abzutransportieren.

Leider ist der Fluss bei Krankheit oft eingeschränkt. Die Lymphknoten arbeiten auf Hochtouren, aber durch Bewegungsmangel kommt es zu Stagnation. Deshalb ist es wertvoll, dein Lymphsystem mit einer kurzen Lymphroutine zu unterstützen.

Die Kreuzungen frei machen

Achte auf die Freiheit von Hals, Schlüsselbeinen, Schultern, Bauch und Hüften. Das sind Stellen, die oft gestaut sind, vor allem im Krankheitsfall. Reibe diese Stellen 10- bis 20-mal und klopfe sie 10- bis 20-mal. Wie das geht, zeige ich dir im Video.

Lymphsystem mit den wichtigsten Lymphknoten-Kreuzungen an Hals, Schlüsselbein, Achseln, Bauch und Leisten
Hals, Schlüsselbeine, Achseln, Bauch und Leisten: die großen Kreuzungen.

Zum Mitmachen: die Big 6 Lymphroutine, 14 Minuten.

4 · Vagusnerv

Alles, was den Vagusnerv stimuliert

Der Vagusnerv ist der Hauptspieler deines parasympathischen Nervensystems. Er verläuft durch Gesicht, Ohren, Hals, Brust und Bauch.

  • Reiben und klopfen: Gesicht, Ohren, Hals, Brust und Bauch, sanft, während du parasympathisch atmest.
  • Summen und singen: Die Vibration geht direkt in den Vagus. Probier es mit dem Video unten.

Geführte Übung: Entspannung durch Summen.

Verlauf des Vagusnervs vom Gehirn durch Hals und Brust bis in den Bauch
Der Vagusnerv: vom Hirnstamm durch Hals und Brust bis in den Bauch.
5 · Innere Haltung

Fieber und was dir die Krankheit zeigt

Fieber annehmen

Fieber ist eine natürliche Reaktion deines Körpers, um mit dem Virus umzugehen. Prinzipiell kämpft dein Körper mit dem Fieber gegen den Erreger. Wenn du es mit Medikamenten unterdrückst, greifst du in diesen natürlichen Prozess ein. Eventuell verschleppst du den Infekt oder entwickelst nicht die Immunkompetenz, die durch den Kampf entsteht.

Natürlich gibt es Grenzen und Situationen, in denen fiebersenkende Maßnahmen sinnvoll sind. Versteh mich hier nicht falsch. Aber lerne, Fieber dankend anzunehmen und auszuhalten. Stell dir den Phönix vor, der sich im Feuer freibrennt und neu aufersteht.

Die symbolische Ebene

Kennst du die spontane Einsicht, dass du plötzlich dankbar bist, krank zu sein? Eine Krankheit hat immer auch eine symbolische Komponente und eine spirituelle Perspektive.

Wenn du deine Arbeit und dein „Müssen“ unterbrechen musst, ist das vielleicht ein Zeichen deines Körpers, dass du schon viel eher hättest pausieren sollen. Oder: Eine Virusinfektion ist ein Eindringen durch deine Grenzen in deinen Organismus. Vielleicht ist sie ein Zeichen, dass du nicht für deine Grenzen eingestanden bist. Nicht „Nein“ gesagt hast.

Wann du ärztlichen Rat holst: wenn das Fieber sehr hoch ist oder länger als drei Tage anhält, wenn du schlecht Luft bekommst, Brustschmerzen hast oder dich verwirrt fühlst, und wenn es dir nach einigen Tagen schlechter statt besser geht. Bei Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren, älteren Menschen und Vorerkrankungen gilt das früher.
6 · Ernährung

Leicht, rein und entzündungsarm

Viele Menschen essen paradoxerweise besonders „schlecht“, wenn sie krank und gestresst sind. Dabei ist es jetzt besonders wichtig, deinen Körper rein zu nähren und nicht zu belasten.

  1. Genug Protein, leicht verdaulich

    • Dein Immunsystem setzt viel Protein um. 1,5 bis 2 g pro Kilogramm Körpergewicht sind ein guter Richtwert.
    • Um die Verdauung nicht zu überlasten, kann es sinnvoll sein, mit essenziellen Aminosäuren oder Proteinpulver zu ergänzen. Ich nehme bei einem Infekt über den Tag verteilt relativ viele essenzielle Aminosäuren, etwa 4-mal 8 bis 10 Gramm.
  2. Nur essen, wenn du Hunger hast

    • Sanftes, natürliches Fasten kann sehr sinnvoll sein. Wenn Tiere krank sind, hören sie auf zu essen, damit dem Immunsystem mehr Energie zur Verfügung steht.
    • Ich halte generell ein Fastenfenster von 12 bis 14 Stunden. Wenn ich krank bin, faste ich nicht bewusst länger, sondern höre auf meinen Hunger. Ich zwinge mich aber auch nicht zum Essen.
    • Hör nicht auf den Rat der Oma, dass du essen „musst“. Hör auf deinen Körper.
  3. Entzündungsfördernde Lebensmittel meiden

    • Für die meisten Menschen sind Gluten, Zucker und Transfette nicht gut. Für die Zeit des Infekts kann es sinnvoll sein, auch auf Milchprodukte und Hülsenfrüchte zu verzichten.
    • Mein Credo im Infektfall: „Better safe than sorry“. Orientiere dich an einer Eliminationsdiät oder Paleo-Ernährung.
    • Wenn du gesund bist, verträgt dein Körper mehr Nahrungsstressoren. Dann wirken Kuchen und Kekse weniger entzündlich.
  4. Weniger Kohlenhydrate

    • Eine kohlenhydratarme Ernährung kann im Infektfall sinnvoll sein, es sei denn, du bist metabolisch sehr unflexibel.
    • Praktisch heißt das: weniger klassische Sättigungsbeilagen. Weniger oder keine Nudeln in der Suppe, dafür mehr Fleisch und Gemüse.
  5. Entzündungshemmend essen

    • Grünes Gemüse, Beeren und anderes Gemüse.
    • Wurzeln wie Kurkuma und Ingwer.
    • Omega-3-Fette wie Fischöl, Lachs und Leinöl.
  6. Liebevoll diszipliniert

    • Hier kommen deine tiefe Motivation und etwas Disziplin ins Spiel. Wenn du wirklich gesund und heil sein willst, möchtest du deinem Körper nicht schaden.
7 · Lebensstil

Weitere Maßnahmen für deinen Alltag

1

Viel spazieren, draußen in der Natur

Bewegung fördert deinen Lymphfluss und beschleunigt die Heilung, weil Stagnation reduziert wird. Übertreib es nicht, aber zwing dich in einem gewissen Maß zum Spazieren. Spazieren ist Fortbewegung, und das ist das Gegenteil von Stagnation. Fühle diesen Satz.

2

Frische Luft

Keime und Viren vermehren sich in abgestandener Raumluft besser. Lüfte regelmäßig und verbringe Zeit draußen.

3

Sonne, Tageslicht und Rotlicht

Sonne hat eine heilende Wirkung, und Tageslicht bekommst du auch an bewölkten Tagen. Als Biohacking-Maßnahme kann eine Infrarotlampe wertvoll sein: Setz dich 10 bis 30 Minuten mit Gesicht, Brust und Bauch davor. Das Rotlicht unterstützt die Regeneration.

4

Erdung

Berühre den Boden mit Händen oder nackten Füßen. Dieser Erdungseffekt reduziert Entzündungen. Im Winter geht das natürlich nicht lange, du willst dich nicht unterkühlen. Ich denke aber, ein bis drei Minuten bringen mehr Nutzen als Schaden.

8 · Bei Atemwegsinfekten

Nase, Mund und Rachen pflegen

Nasenspülung

Spüle mehrmals täglich Mund und Nase mit warmem Salzwasser oder stell dir ein Salzwasser-Nasenspray her. Ich löse einfach Salz in einem Glas warmem Wasser auf, bis die Lösung gesättigt ist, und „trinke“ es morgens und abends durch die Nase. Es gibt auch Nasenspülkännchen oder fertige Salzwasser-Sprays.

Gurgeln

Für die Mundspülung nehme ich einen starken Salbei- oder Kamillentee mit viel Salz. Das wirkt antiviral und antibakteriell. Die Tees kaufe ich lose in der Apotheke. Gurgele damit 2- bis 4-mal täglich.

Ölziehen

Beim Ölziehen spülst du deinen Mund 5 bis 15 Minuten mit Kokosöl. Ich gebe gern einen Tropfen ätherisches Minzöl dazu. Danach ausspucken, aber nicht ins Waschbecken.

9 · Meine Hausapotheke

Naturstoffe und Nahrungsergänzung

In der Akutphase können bestimmte Ergänzungen sehr hilfreich sein. Diese Stoffe habe ich immer zu Hause, als mein Erste-Hilfe-Kit. Das Protokoll ist nicht langfristig gedacht, sondern für drei bis sieben Tage.

Vitamin D10.000 bis 15.000 IE am MorgenedubilyCode thinkflowgrow5
Vitamin A10.000 bis 15.000 IE am MorgenedubilyCode thinkflowgrow5
Vitamin C3- bis 4-mal täglich 1 bis 2 g, z. B. als Acerola-Extrakt, Calciumascorbat oder reine Ascorbinsäure. Ich vertrage Ascorbinsäure sehr gut, andere nicht.edubilyCode thinkflowgrow5
Zink3- bis 4-mal täglich 25 bis 50 mg, nicht nüchtern, sondern nach einer MahlzeitedubilyCode thinkflowgrow5
N-Acetyl-Cystein (NAC)3-mal täglich 600 bis 1.800 mgedubilyCode thinkflowgrow5
Magnesiumwird bei Stress und Infekt vermehrt verbraucht. Ich nehme es bis zur Durchfallgrenze, etwa 1- bis 2-mal täglich 3 bis 4 Kapseln.edubilyCode thinkflowgrow5
Essenzielle Aminosäurenum das Protein aufzustocken, alternativ Molkenprotein (Whey-Isolat von edubily)everydaysCode thinkflowgrow10
Fisch- oder Algenölhochdosiert, 10 bis 20 ml täglich. Ich nehme „Arktis“ von Norsan.NorsanCode thinkflowgrow
Chagaein Heilpilz, sehr wertvoll fürs Immunsystem. Ich koche Tee aus den Brocken und nehme zusätzlich einen Flüssigextrakt, der noch potenter ist.Immun-Extrakt, Chaga-BrockenCode TIM10
Antioxidantienrote Phenole (Beeren!), Ingwer, Kurkuma, Kakao (ja, dunkle Schokolade!), ZimtBeerenkraft
Meine goldene Milchmit Kurkuma und Zimt, dazu 3 g Glycin und 10 g KollagenGoldene MilchCode TIM10

Passe die Stoffe an deine individuelle Situation an und halte Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, deinem Verstand, deinem Herz und deinem Bauch.

Werbung: Die Produktlinks sind Partnerlinks. Kaufst du darüber, bekomme ich eine kleine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Mit den Codes sparst du zusätzlich.

Wichtig: Die Mengen sind meine persönlichen Dosierungen für wenige Tage und liegen teils deutlich über den offiziellen Tagesempfehlungen, vor allem bei Vitamin A, Vitamin D und Zink. Bist du schwanger, stillst du, nimmst du Medikamente oder hast du Vorerkrankungen, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Hochdosiertes Vitamin A ist in der Schwangerschaft tabu.
Zum Hören

Das Immunprotokoll als Podcast

In dieser Folge gehe ich das ganze Protokoll Schritt für Schritt durch. Dazu drei Folgen, die tiefer gehen: wie das Immunsystem tickt, Lymphe und Bewegung, Vitalpilze.

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#51 · September 2021 · 103 Min.

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#165 · Oktober 2023 · 38 Min.

Vitalpilze neu verstanden: Cordyceps, Hericium und Reishi, mit Max Endter

Neu · September 2026 · 102 Min.

Alle Folgen auch auf Spotify und Apple Podcasts.

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Nervensystem

jeden Tag

Körper

mehrmals täglich

Ernährung

jeden Tag

Atemwege

morgens und abends

Hausapotheke

vorher einkaufen

Im Blick behalten

ehrlich zu dir

Hak ab, was du heute schon gemacht hast. Morgen geht es von vorn los.

Häufige Fragen

Fragen zum Immunprotokoll

Wie lange mache ich das Immunprotokoll?

Ich starte bei den ersten Anzeichen eines Infekts und mache die Lebensstil-Maßnahmen drei bis fünf Tage lang. Die Naturstoffe nehme ich drei bis sieben Tage. Das Protokoll ist für die Akutphase gedacht, nicht als Dauerlösung.

Was ist wichtiger: Supplements oder Lebensstil?

Der Lebensstil. Ruhe, Atmung, Bewegung, Schlaf und eine leichte, entzündungsarme Ernährung kommen zuerst. Eine Pille bringt dir wenig, wenn du nicht die Arbeit an deinem Körper machst. Kommen die richtigen Naturstoffe dazu, verstärkt sich die Wirkung.

Sollte ich Fieber senken?

Fieber ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf den Erreger. Ich nehme es an und unterdrücke es nicht vorschnell. Es gibt aber Grenzen und Situationen, in denen fiebersenkende Maßnahmen sinnvoll sind. Bei sehr hohem oder lang anhaltendem Fieber, Atemnot oder bei Kindern, Schwangeren und Vorerkrankungen hol dir ärztlichen Rat.

Muss ich essen, wenn ich krank bin?

Nein. Iss, wenn du Hunger hast, und zwing dich nicht zum Essen. Sanftes, natürliches Fasten kann sinnvoll sein, damit dem Immunsystem mehr Energie zur Verfügung steht. Achte aber auf genug Protein, zum Beispiel über essenzielle Aminosäuren.

Welche Atemübung hilft bei einem Infekt?

Jede Atmung, bei der du deutlich länger aus- als einatmest, zum Beispiel 4 Sekunden ein und 8 Sekunden aus, durch die Nase und tief in den Bauch. Mindestens drei Minuten, mehrmals am Tag. Das bringt dein Nervensystem in den Ruhemodus, in dem Heilung passiert.

Wie rege ich mein Lymphsystem an, wenn ich krank bin?

Mit sanfter Bewegung und Spazierengehen, und indem du die großen Kreuzungen an Hals, Schlüsselbeinen, Schultern, Bauch und Hüften je 10- bis 20-mal reibst und klopfst. Die Big 6 Lymphroutine oben auf dieser Seite dauert 14 Minuten.

Der Puls der Woche

Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.

Jeden Sonntag ein Impuls, der dir hilft, deinen Körper wieder als lebendiges Erinnerungsfeld wahrzunehmen.

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